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Joachim Meyer

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Informationen zur Insolvenz in Eigenverwaltung des AHD

von AHD

AHD in finanzieller Schieflage

Seit nunmehr 25 Jahren gibt es den AHD, und die eine oder andere Krise habe ich mit meinen Mitarbeitern gemeistert. Aktuell fliegt uns aber um die Ohren, was sich schon 2022 angekündigt hat.
Nachwirkungen von Corona, Inflation und Energiekrise fordern uns, aber das hätten wir irgendwie hinbekommen. Das eigentlich für uns positive Tariftreuegesetz* zwingt uns nun, bis jetzt nicht vorstellbare Maßnahmen ergreifen zu müssen. Der Grund ist die unzureichende Refinanzierung der Kosten des Gesetzes durch die Pflege- bzw. Krankenkassen..
Jede Firma in der freien Wirtschaft kann bei höheren Kosten ihre Preise erhöhen. Ein Pflegedienst kann das nicht. Wir sind den Kassen ausgeliefert. Vergütungsverhandlungen ziehen sich endlos hin und führen oft zu einem wirtschaftlich nicht tragbaren Ergebnis. Um dieser aktuell sehr schwierigen Situation Herr zu werden, habe ich mir rechtzeitig die Fachkompetenz der renommierten Beratungsgesellschaft Thomas Uppenbrink & Collegen GmbH aus Hagen eingeholt. Diese riet uns, nach umfangreichen Prüfungen, in eine Insolvenz in Eigenverwaltung zu gehen.
Was bedeutet das? In einer Regelinsolvenz übernimmt der Insolvenzverwalter die Kontrolle über den laufenden Betrieb und die Finanzhoheit. Meistens führt dieses Verfahren zur Liquidierung des Unternehmens.
Bei der Insolvenz in Eigenverwaltung behält die Geschäftsführung die vollen Befugnisse über das Unternehmen. Das heißt konkret, die Ansprechpartner für Patienten und Lieferanten bleiben die AHD-Mitarbeiter und ich bin weiterhin Geschäftsführer. Ein amtlich bestellter Sachwalter überprüft, koordiniert und unterstützt dabei die Unternehmensleitung bei dem Fortgang des Verfahrens.
Wie geht es weiter mit dem AHD?
Erste Einschätzungen der Beraterfirma haben ergeben, dass wir eine sehr starke und wichtige Position am Markt haben und unverschuldet in diese Situation geraten sind. Trotzdem stehen alle Abläufe auf dem Prüfstand und werden ggf. optimiert. Hauptanliegen aber wird sein, die Pflege- und Krankenkassen zu bewegen, endlich unsere gesetzlich erzwungenen Mehrkosten zu refinanzieren.
Die Politik hat hier leider völlig versagt!
Was heißt das jetzt konkret für unsere Patienten und Lieferanten?
Für unsere Kunden in allen Bereichen ändert sich aktuell gar nichts. Die Versorgung ist vollständig gesichert. Unsere Mitarbeiter erhalten für drei Monate ihr volles Gehalt von der Bundesagentur für Arbeit. Die Rechnungen der Lieferanten werden zukünftig vollständig bezahlt.

Unser erklärtes Ziel ist es, den AHD und den Jesteburger Hof in eine gesicherte Zukunft zu führen.
Die Option "Insolvenz in Eigenverwaltung" dient Firmen zu erhalten, nicht abzuwickeln. Mit der an unserer Seite stehenden Beraterfirma, sehe ich durchaus optimistisch in die Zukunft.

Mein besonderer Dank gilt der Volksbank Lüneburger Heide, die immer zu uns gestanden hat und steht. Ich freue mich auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Der AHD ist mein Lebenswerk und ich kämpfe mit Wut im Bauch dafür, dass dieses im Sinne meiner Mitarbeiter und Kunden erhalten bleibt.

Es ist leider zu befürchten, dass wir erst am Anfang einer großen Insolvenzwelle in der Pflege stehen. Was das für die zu versorgenden Menschen bedeutet, mag ich mir nicht vorstellen.

Euer Ole

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